CRAFTA® (Cranial Facial Therapy Academy)
Was ist CRAFTA®?
Das praktische und klinische Interesse an der kraniomandibulären und -fazialen Region nahm bei Physio- und Manualtherapeuten, aber auch bei Logopäden und Zahnärzten in den letzten Jahren stark zu.Außerdem ist eine gesunde und positive Entwicklung in dem Wunsch nach intra- und interdisziplinärer Zusammenarbeit zu verzeichnen.
Vor diesem Hintergrund entstand CRAFTA® (Cranial Facial Therapy Academy). Die Akademie wurde von Harry von Piekartz zusammen mit anderen Initiatoren verschiedener Disziplinen gegründet.
Was ist das Ziel ?
Ziel ist das Finden von abnormalen Störungen (Dysfunktionen) im Kopf-, Nacken- und Gesichtsbereich, die für das Problem des Patienten relevant sind. Falls diese vorhanden sind, wird der/die Therapeut/in dafür einen Therapieplan erstellen.
Spätestens nach 6 Behandlungen wird eine Bestandsaufnahme gemacht und in Absprache mit dem Patienten bestimmt, ob eine Fortsetzung der Behandlung sinnvoll ist. Abhängig vom Behandlungserfolg kann über eine Fortsetzung, Beendigung oder Überweisung zu einem anderen Spezialisten entschieden werden.
Was beinhaltet die Therapie?
Die Behandlung besteht einerseits aus manualtherapeutischen Behandlungstechniken im Kopf-, Nacken- und Gesichtsbereich, und andererseits aus einem Begleitungsprogramm. Dieses Begleitungsprogramm spezifiziert sich meist nach 2-4 Behandlungen, weil es von der Vollständigkeit und Aussagekraft vorher ausgegebener Fragebögen und/oder Schmerztabellen abhängig ist. Der Inhalt dieses Programms orientiert sich meist am individuellen Alltagsverhalten des Patienten. Der/die Therapeut/in kann zu einer Änderung bestimmter Verhaltensweisen raten und/oder eine Schmerzbegleitung anbieten.
Welche Beschwerden eignen sich besonders für dieses Therapiekonzept ?
Der/die Therapeut/in ist zunächst an den Funktionsstörungen im Kopf-, Nackengebiet und deren Einfluss auf das tägliche Leben des Patienten interessiert.
Hierbei spielt die sogenannte Leitsymptomatik die Hauptrolle und die Diagnose eine eher untergeordnete Rolle. Viele Patienten haben mit demselben Beschwerdebild unterschiedliche Diagnosen bekommen.
Unabhängig davon haben wir über dieses Therapiekonzept eine Liste des Indikationsbereiches (ohne Anspruch auf Vollständigkeit!) erstellt.
- Stillprobleme, Stillschwierigkeiten> Mund- und Gesichtsschmerzen
- Kieferprobleme
- Zervikogene Kopfschmerzen
- Kraniomandibuläre Dysfunktion
- Konzentrationsstörungen
- Diskusprobleme im Kiefergelenk
- Fazialisparese
- atypische Mundschmerzen
- atypische Gesichtsschmerzen
- atypischer Kopfschmerz
- atypischer Ohrenschmerz, Otalgie
- unerklärbarer Zahnschmerz
- Ohrrauschen, Ohrensausen
- Paukenrörchen Ohr- und Gesichtsschmerzen
- Orofaziale Störungen Trigeminusneuralgie
- Postherpetische Schmerzen
- Spannungskopfschmerzen
- Schädeltrauma, Schädelverletzungen
- Migräne
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