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Physikalische Maßnahmen

Thermotherapie (Wärme-/Kältetherapie)

Wärme und Eis sind unterstützende und begleitende Maßnahmen einer krankengymnastischen Behandlung.

Je nach Indikation wirken sowohl Wärme- als auch Kälteanwendungen schmerzlindernd, stoffwechselsteigernd, beeinflussen den Muskeltonus und wirken reflektorisch auch auf innere Organe. Eine Kälteanwendung wirkt zusätzlich entzündungshemmend.

Thermotherapie:

  • Kaltpackungen, Eislolly, Cryocuff usw.
  • Heißluft
  • Heiße Rolle, zur lokalen Hyperämisierung (Mehrdurchblutung) mit spasmolytischer, sedierender, schmerzlindernder und reflektorischer Wirkung auf innere Organe
  • Warmpackungen zur Applikation intensiver Wärme (Fango, Moor)



Elektrotherapie

Schon seit dem 19. Jahrhundert weiß man, dass der elektrische Strom zu Heilzwecken verwendet werden kann. Im 20. Jahrhundert wurde eine Reihe von Verfahren der Elektrotherapie entwickelt.

Anwendung findet die Elektrotherapie heute unter anderem zur Schmerzbehandlung, bei Durchblutungsstörungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Lämungen und Muskelschwäche.


Elektrotherapie:

  • Reizstromtherapie
  • Transkutane Elektrische NervenStimmulation (TENS)
  • Ultraschallbehandlung


Reizstromtherapie dient in der Regel der Schmerzbehandlung, der Durchblutungsförderung und der Kräftigung der Muskulatur.
Zu unterscheiden sind unter anderem die Ultrareizstrom-Therapie nach Träbert, die auch als Reizstrommassage bekannt ist, und der Einsatz von Reizstrom zur Behandlung geschwächter Muskulatur als s.g. Elektrogymnastik.

TENS wird angewendet zur Behandlung von Schmerzen, insbesondere bei chronischen Schmerzzuständen. Es wird über zwei Elektroden mit einer Frequenz von 50-100 Hz appliziert. Ziel ist es dabei, durch die Beeinflussung von Nervenzellen im Rückenmark, dem s.g. "Schmerztor" nach den Autoren "Melzack und Wall" die Fortleitung des Schmerzes zu verhindern. Es kommt dabei durch die Anwendung der TENS zum Schließen dieses Schmerztores. Der Schmerz wird auch Stunden über die Anwendung hinaus nicht mehr über das Rückenmark nach oben geleitet.

Ultraschall ist eine Anwendung, die im weitesten Sinn auch zur Elektrotherapie zählt. Hierbei wird Strom in hochfrequenten Schallwellen von ca. 1 MHz umgewandelt. Als Wirkung ist eine verstärkte Duchblutung und ein verbesserter Zellstoffwechsel bekannt. Auch wird die Schmerzschwelle angehoben. Bei akuten Entzündungen und frischen Verletzungen darf Ultraschall nicht eingesetzt werden. Bei Metallimplantaten ist eine Anwendung jedoch unbedenklich, da der Schall vollständig reflektiert wird.



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